Saisonauftakt in Sölden

Zur Saisoneröffnung für Österreich kein Grund zum feiern, am Nationalfeiertag jubelten andere!

Riesenslalom in Sölden am 22./23.10., die Saisoneröffnung im alpinen Skizirkus. Österreichs Innenminister hatte sich das so schön vorgestellt: Pulverschnee, strahlende Sonne, Nationalfeiertag - und dann wollte er vor laufenden Fernsehkameras einem Sieger aus dem Skiland Österreich den Pokal überreichen.
Beim "Weltcup-Opening" in Sölden trafen die ersten drei Bedingungen ein, toller Schnee, Sonne und tiefblauer Himmel, dazu an beiden Tagen eine Bombenstimmung im Gletscherstadion am Rettenbachgletscher. Die Einzigen, die sich nicht an die "Verabredung" hielten, waren die Rennläufer. An beiden Tagen kein Österreicher auf dem Treppchen, der Innenminister war etwas "angesäuert", fing sich allerdings schnell wieder und durfte Martina Ertl und Bode Miller zum Sieg gratulieren.


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Den Organisatoren ist eine grandiose Veranstaltung gelungen, vor allem haben sie es geschafft, an beiden Tagen eine Piste zu präparieren, die wirklich spannende Rennen für die begeisterten Zuschauer bot. Der einzige Wermutstropfen für die vielen Fans war das etwas enttäuschende Abschneiden der "Favoriten", denn für die österreischichen Zeitungen stand eigentlich von vornherein fest, wer Sieger bei den Damen und auch Herren sein würde. Es kam aber anders, bei den Damen waren es Martina Ertl, Anja Pärson und Maria Rienda Contreras, bei den Herren Bode Miller und die beiden Franzosen Frederic Covili und Joel Chenal. Beste Österreicher waren Meissnitzer auf Platz 8 und bei den Herren Raich auf 5.
Das Wetter war ideal, eine dicke Neuschneeauflage war bestens präpariert, der Rettenbachferner zeigte sich an diesem Wochenende auch für Schauschauer und "Normalskiläufer" von seiner besten Seite. Das Skigebiet am Rettenbach- und Tiefenbachgletscher bietet tolle und abwechslungsreiche Pisten. Endlich ist auch der Übergang zwischen beiden Gletschern problemlos möglich, denn die neue Gondelbahn zur Bergstation "Schwarze Schneid" und der Skitunnel zurück zum Tiefenbachgletscher sind eine wirkliche Steigerung. Beeindruckend ist auch der Panoramablick von der Gipfelstation: Auf der einen Seite die Wildspitze zum Greifen nah, auf der anderen Seite reicht der Blick bis zu den Dolomiten.