Skifahren in Deutschland: Allgäu

Familienskigebiet - für viele ein Grund, dort nicht hinzufahren. Man sollte allerdings, wenn es um die Skigebiete im Allgäu geht, nicht nur die Nase rümpfen, sondern einen Blick auf den Atlas werfen. Hier gibt es auf engem Raum Skigebiete mit völlig unterschiedlicher Charakteristik - vom durchaus anspruchsvollen Nebelhorn bis zum mehr familienfreundlichen Jungholz kann man in einer halben bis dreiviertel Stunde mit dem Auto völlig unterschiedliche Pistenreviere ansteuern; man muss allerdings vorher genau überlegen, wo man wohnen möchte.
Ein idealer Standort ist Oberjoch, hier wohnt man sozusagen im Skigebiet, die Lifte beginnen am Hotel, Jungholz und Tannheimer Tal sind einen Steinwurf entfernt. Wer Abwechslung sucht, fährt nach Oberstdorf/Kleinwalsertal, nach Bolsterlang oder zum Riedbergpass/Grasgehren.
Die einzelnen Skigebiete bieten ein wirklich großes Tarif- angebot, ob Stundenkarte oder Punktekarte, ob Tages-, 11 Uhr- oder Halbtageskarte, für jeden ist etwas dabei, und die Senioren fahren zum Jugendtarif. Darüber hinaus gibt es noch die Verbundkarte Allgäu/Tirol „Vitales Land“ - hierzu gehört dann sogar noch Reutte - oder die „AllgäuerGletscherCard“ (allerdings nur als Saisonkarte).
Das Skigebiet Oberjoch/Unterjoch (www.skilifte-oberjoch.de) ist ein ideales Terrain für Familien, das Skigebiet ist übersichtlich, man kann zwischen 7 Schleppliften und einer 6er Sesselbahn wählen.
Jungholz (www.jungholz.de) und die Orte Schattwald, Tannheim, Grän und Nesselwängle im Tannheimer Tal (www.tannheimertal.com) sind mit dem Auto schnell erreichbar und bieten abwechslungsreiche Pisten, vor allem die Abfahrt vom Neunerköpfle (Tannheim) ist durchaus anspruchsvoll. Reizvoll ist diese Region auch für Skilangläufer. Zwischen Jungholz, Oberjoch und dem Tannheimer Tal erstreckt sich ein unglaublich abwechslungsreiches Loipennetz. Höhepunkt ist jedes Jahr im März der sog. „Ski Trail“, ein Volkslauf über 12 und 25km im klassischen oder 30 und 60km im freien Stil. Durch die Lage - die Region ist nach Nordwest ausgerichtet- liegt hier bis weit in den März noch ausreichend Schnee.
Oberstdorf/Kleinwalsertal bieten vielfältige Skimöglichkeiten. Einmal natürlich die „grenzüberschreitende“ Verbindung Fellhorn/Kanzelwand (www.fellhorn.de), darüber hinaus aber auch das Nebelhorn (www.nebelhorn.de), mit über 2200m. das höchstgelegene Skigebiet und das kleine Gebiet am Söllereck. Im Walsertal gibt es dann noch das Skigebiet am Ifen und in Mittelberg das Walmendingerhorn (www.walmendingerhornbahn.de). Alle, egal ob Nebel- oder Walmendingerhorn sind sehr abwechslungsreiche und weitläufige Gebiete, wobei aus unserer Sicht besonders der obere Teil der Nebelhornabfahrt und am Walmendingerhorn die „wilde“ Abfahrtsstrecke am Muttelberglift interessant ist. Die Liftkarten lassen sich sehr benutzerfreundlich auf individuelle Bedürfnisse zuschneiden, denn es gibt für die einzelnen Skigebiete eine Staffelung von Stunden- über Halbtages-, Punkte-, Tageskarten usw. Auch die Verbundkarten lassen sich „familienfreundlich“ zusammenstellen. Der Allgäu-Tirol-Skipass, der für etwa 81 Seilbahn- und Liftanlagen sowie 3 Hallenbäder und eine Eissporthalle im Allgäu und den Gebieten Tannheimer Tal, Reutte und Lechtal gilt, kostet z.B. für 5 Skitage innerhalb von sieben Tagen für 2 Erwachsene mit einem Kind knapp EURO 240,-.

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