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Der Bericht soll einen kleinen Eindruck dieser Radtour im Jahr 2000 vermitteln.
Er ersetzt nicht entsprechende Literatur und Kartenmaterial (siehe Literaturhinweis am Ende des Artikels)!
Zum einen können wir uns im Rückblick und mit dem zeitlichen Abstand nicht mehr an alle Besonderheiten der
Streckenführung und Wegbeschaffenheit erinnern und zum anderen kann sich mittlerweile auch einiges verändernd haben.
Das Naturerlebnis auf dieser Radstrecke ist aber sicher immer noch unvergleichlich und eine Belohnung für die Mühen…
Unsere Ausrüstung
Um die Reisekosten gering zu halten, entschieden wir uns für Übernachtungen auf Campingplätzen, daher hatten wir
neben unseren beiden Mountainbikes, die straßentauglich aufgerüstet (Licht etc.) und mit Packtaschen versehen
waren auch noch einen Radanhänger, der mit 2-Personen-Zelt und Kocher sowie Isomatten und Schlafsäcken beladen
war. Da unsere Reisezeit im September lag, war es wichtig, Schlafsäcke zu haben, die an die Null-Grad-Grenze
reichen und ein wirklich wasserdichtes und windstabiles Zelt. Eine Reservierung auf den Campingplätzen war in
dieser Jahreszeit nicht erforderlich.
1. Etappe
Wir starten in Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen Anhalt. Zunächst müssen wir uns daran
gewöhnen, dass Fahrradfahren eine langsame Art des Reisens bedeutet und wir am Ende des Tages eigentlich nur einen
Katzensprung von unserem Ausgangsort entfernt liegen. Auch das Fahren mit dem Anhänger bedarf der Gewöhnung. Dafür
werden wir aber bereits am ersten Tag mit schönen Natureindrücken entlang der Elbe entlohnt und gelangen nach 55km
bis nach Bittkau, haben dabei bei Rogätz bereits einmal die Elbe per Schiff überquert.
Unsere erste Übernachtungsstätte ist „Camping Kellerwiehl“ kurz vor Bittkau, ein kleiner, gemütlicher und sehr
günstiger Platz. (Gaststätte Deichbrücke 039362/81610)
2. Etappe
Am zweiten Tag trauen wir uns schon ein paar Kilometer mehr zu und radeln 75km von Bittkau über Tangermünde und
Arneburg nach Havelberg. Dieser Streckenabschnitt gefällt uns landschaftlich noch besser als der erste, vor allem
die Gegend zwischen Buch und Tangermünde beeindruckt mit weitenläufigen Elbwiesen, dem Naturschutzgebiet Bucher
Brack & Alte Elbe. Die historische Stadt Tangermünde mit ihren alten Fachwerkhäusern lädt zu einer längeren Rast ein.
Über Arneburg geht es dann weiter bis Havelberg, ein ebenfalls sehr nettes Städtchen, wo wir auf der Havelinsel
„Spülinsel“ unseren Zeltplatz finden. (Havelberger Insel Touristik 039387/80270)
3. Etappe
Auf Grund des anhaltenden Regens wollen wir die nächste Etappe mit dem Zug ein bisschen verkürzen und radeln daher
zunächst 10km bis Glöwen und steigen in einen Zug nach Wittenberge. Durch eine falsche Auskunft am Bahnschalter
kommen wir dann mit einem Anschlusszug leicht von der Strecke ab und befinden uns im Endeffekt in der Barockstadt
Ludwigslust. Von da aus geht es dann wieder per Rad nach Dömitz und wir sind zurück an der Elbe, die sich uns auf
dem folgenden Stück bis Hitzacker von ihrer besten Seite zeigt. Insgesamt kommen wir mit unserem Umweg an diesem
Tag dann doch noch auf 60 Radkilometer. Weil unser Zelt von der letzten Regennacht noch triefend nass ist,
übernachten wir diesmal in einer Frühstückspension der Familie Schütte in Hitzacker (Hof Schütte 05862/332)
und bummeln abends durch das beschauliche Städtchen.
4. Etappe
Unsere 4. Radetappe führt uns 60km von Hitzacker über Bleckede bis Hohnsdorf bei Lauenburg, wo unser gemütlicher
Campingplatz direkt an der Elbe liegt. Dieser Tag wird uns durch erneute Regengüsse vereitelt und die andauernden
Regenfälle zwingen uns einen Tag Zwangspause einzulegen. Wir nutzen die Zeit, um uns das hübsche Städtchen Lauenburg
näher anzusehen und um eine Schifffahrt zum gigantischen Schiffshebewerk Scharnebeck zu unternehmen. Eine
lohnenswerte Pause, die uns genug Kraft für die nächste Etappe gibt.
5. Etappe
Das Wetter bessert sich und wir setzen unsere Reise fort mit einer Strecke von 65km über Geesthacht bis Hamburg.
Die Radstrecke führt teils weit von der Elbe weg, die Gegend hat aber dennoch ihren Reiz, hier trifft man nach
den letzten eher einsamen Tagen auf sehr viele radelnde und spazierende Menschen, die die nahe Großstadt erahnen
lassen. Spannend ist dann die Fahrt durch Hamburg, hier ist Orientierungssinn und Geduld gefragt. Schwierig wird
die Suche nach einem Zeltplatz, mit „Camping Buchholz“ finden wir dann einen zwar nicht besonders schönen aber
sauberen Platz (Kieler Straße 374 040/5404532). In Hamburg machen wir einen Tag Sightseeing-Pause und erfreuen
uns vor allem an einer großen Hafenrundfahrt bei Sonnenschein.
6. Etappe
Gut gefällt uns die Strecke an diesem Tag bis Kollmar. Leider werden aus den geplanten 50km wegen zweier
geschlossener Sperrwerke dann 85km und wir müssen bei Klevendeich und Elmshorn jeweils Abstecher in Kauf
nehmen, um diese zu umfahren. Wir werden aber mit saftig-grünen und von Schafen besiedelten Deichen und schönen
Ausblicken auf die Elbe belohnt sowie mit einem tollen Campingplatz direkt am
Elbufer in Kollmar (Elbdeich Camping Kollmar 04128/1379).
7. Etappe
Weil es an diesem letzten Radfahrtag schon wieder nach viel Regen aussieht, fassen wir den Entschluss mit der
Fähre von Brunsbüttel nach Cuxhaven die letzte Etappe zu verkürzen. So radeln wir noch einmal 55km von Kollmar
über Glücksstadt bis Brunsbüttel, bestaunen die immer breiter werdende Elbe und setzten in 90 Min. mit der Fähre
nach Cuxhaven über. Unseren Zeltplatz finden wir in Cuxhaven-Duhnen (Wattenlöper 04721/426051) und dann genießen
wir einige Tage Erholung an der Nordsee.
Nach 455km auf dem Fahrrad in 7 Tagesetappen waren wir sehr stolz auf unsere zurückgelegten Kilometer und um viele
schöne Eindrücke reicher. Einzig das Wetter hatte nicht immer mitgespielt, dafür haben uns aber die Landschaften
und kleinen Städte entlang der Elbe doppelt entlohnt. Obwohl wir nur 4 Autostunden von unserem Ausgangsort
entfernt waren, fühlten wir uns weit, weit vom Alltag weg und sehr erholt.
Literatur:
bikeline-Radtourenbuch Elbe-Radweg 2: Von Magdeburg nach Cuxhaven.
Verlag Roland Esterbauer
http://www.bikeline.at (0043-2983-28982-0)
Dieses Radtourenbuch bietet neben sehr genauen Streckenbeschreibungen und Kartenmaterial auch Informationen zu touristischen Angeboten und ein Übernachtungsverzeichnis und war für unsere Tour absolut ausreichend.
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