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IFMA 2004: Vom Laufrad zur hightech – Downhillmaschine. |
Spezialräder für jede Gelegenheit, eine ausgedünnte Angebotspalette, hohe Verarbeitungsqualität, harter Preiskampf, trotz starker internationaler Konkurrenz noch viel Made in Germany.
City- und Trekkingbikes sind zahlenmäßig das Hauptsegment des aktuellen Fahrradmarktes; hochwertige Rahmen, Federgabeln, gefederte Sattelstützen, stabile Gepäckträger und Halogenlampen gehören zum Ausstattungsstandard dieser Alltags- uns Reiseräder. Verarbeitungsqualität, Gewicht, Funtionsfähigeit und Zuverlässigekeit spielen mittlerweile aus Sicht der Nachfrager eine zentrale Rolle; Billigangebote, bei denen schon nach einigen Wochen die Schaltung, Beleuchtung oder Bremse nicht mehr funktioniert, werden schnell zum Ladenhüter. Die Verkaufsaktionen von Aldi haben diesen Trend bestätigt; Alu-Rahmen, Deore Schaltungen, Nabendynamos und andere hochwertige Teile sind auch beim Discounter üblich. Aldis Räder haben mal wieder Bewegung in die Preise und die Ausstattungsqualität gebracht. Diese Räder werden übrigens von BIRIA und von MIFA produziert; mit BIRIA in Neukirch/Lausitz und MIFA in Sangerhausen also Räder Made in Germany, beide Firmen haben auch eigene Marken auf dem Markt.
Neben diesem großen Anteil von Straßen- und Gebrauchsrädern fällt das zunehmende Angebot an Downhillrädern allein auch optisch aus dem Rahmen: Superstabile Rahmenkonstruktionen, riesige Federwege, großdimensionierte Scheibenbremsen und extrabreite Reifen sorgen für Stabilität, Tempo und hohe Geländegängigkeit, aber auch für hohes Gewicht und geringe Alltagstauglichkeit; zum Brötchen holen, für die City aber auch für längere Touren sind diese Räder nicht geeignet.
Neben diesen Downhillmaschinen wirken die Cross -Country geeigneten Fullys geradezu grazil und unscheinbar. Verstellbare Federwege an der Gabel, variable Luftfederung vorn und hinten, blockierbare Federung vorn und hinten und Scheibenbremsen gehören in der kommenden Saison zum Standard hochwertiger MTBs mit XT oder XTR Ausstattung. In diesem Segment gehören mittlerweile auch Carbonrahmen zum gehobenen Angebot; so z. B. das NRS Composite 1, das mit Alu Hinterbau, schlauchlosen Reifen und einer superstabilen Mavic Crossmax SL UST Felge nicht ganz 12 kg auf die Waage bringt. Shimano bleibt auf jeden Fall marktführend, obwohl z. B. Sram die Angebotspalette ständig erweitert. Shimano hat jetzt auch die LX - wie bisher schon die XT und XTR Gruppe - mit dem Dual Control Schalt- Bremshebel ausgestattet; Rauf- und Runterschalten mit dem Bremshebel, für das Runterschalten ist zusätzlich noch ein Daumenschalter vorhanden. Diese Technik wird allerdings im Gensatz zum Rennrad in der MTB Szene nicht so einfach akzeptiert; Shimano bietet jetzt auch wieder neu die XT und auch XTR Gruppe mit der Rapidfire Technik für die V Brake Variante an. Fitnessräder mit 28ern Laufrädern und hochwertiger Ausstattung werden auch dieses Jahr wieder von allen großen Firmen angeboten; in Straßenversion mit enger Gabel und schmalem Hinterbau, Rennrad – Gruppe und optional mit Schutzblech und Gepäckträger für die schnelle Fahrt zur Arbeit, in die City oder auch für die sportliche Tour, in Cross – Version mit breiterem Hinterbau, MTB Gruppe, Federgabel und eventuell gefederter Sattelstütze für unbefestigte Wege. Die Euphorie der letztjährigen Messen hat sich hier nicht bestätigt, entsprechend hat sich das Anbebot dieser Fitnessräder reduziert. Trotzdem sind diese Räder sicherlich für viele Freizeit- und Gesundheitssportler eigentlich maßgeschneidert; leicht, universell geeignet, wenig Abrollwiderstand und technisch zuverlässig, keine extreme Sitzposition und leicht zu handhaben. Laufräder für die ersten Jahre werden von allen Experten gegenüber den Kinderrädern mit Stützrädern bevorzugt; die Gleichgewichtsschulung ist mit den Stützrädern eigentlich nicht möglich, und gute Laufrädern können einfach zu funktionsfähigen Kinderrädern ausgebaut werden. Insgesamt zeigt sich, dass auch für Alltagsräder Qualität gepaart mit Funktionalität ein wichtiges Nachfrageelement ist. Bei den sportlichen Rädern spielt Carbon in den oberen Preisgruppen eine immer größere Rolle. Die großen Zuwachsraten werden in den nächsten Jahren wohl nicht erwartet; der Fahradmarkt ist nicht mehr so grell, die Solidität hat das Flippige und Bunte ersetzt. |
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