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Laufen mit Pulskontrolle |
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| Ob Radfahren,
Schwimmen, Skilanglauf, Powerwalking, Inliner... Laufen als Fitnesstraining,
Laufen als Gesundheitssport, Trainingsläufe des Wettkampfsportlers...;
die physiologischen Rahmenbedingungen sind eigentlich gleich: Anpassungsprozesse
im Herz – Kreislauf – System sind abhängig von
der Belastungsintensität und Belastungsdauer, wobei der Leistungssportler
je nach Wettkampfstrecke und Trainingsphase gezielte Schwerpunkte
setzt, der Gesundheitssportler dagegen sich ganz auf eine bestimmte
Belastungsintensität konzentrieren kann: Das sogenannte Wohlfühltempo!
Die Belastungsinentsität läßt sich am sichersten
mit Hilfe der Pulsfrequenz ermitteln und kontrollieren, das sog.
Wohlfühltempo liegt bei 70 bis 80% der individuell maximalen
Pulsfrequenz. Beim Wohlfühltempo bin ich nicht „außer
Atem“, ich kann mich noch unterhalten ( keine Dauergespräche
), ich laufe andererseits dynamisch, es sind Reserven für situative
Steigerungen vorhanden ( bergauf, ein Hund, Zuschauer... ), die
Belastung liegt unterhalb der aerob-anaeroben Schwellen ( die bei
ca. 85 bis 90% der maximalen Pulsfrequenz anzusiedeln ist).
Ermittlung der maximalen Pulsfrequenz
Beispiel: 54 Jahre, männlich,
Freizeitsportler/ Laufen, Radfahren:
| 1. Grober Orientierungswert: |
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220 minus Lebensalter Beispiel: 220 minus 54
= 166 Pmax |
| 2. Detaillierterer Orientierungswert: |
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Männer: 214 minus (0,8 mal Lebensalter)
Frauen: 209 minus (0,7 mal Lebensalter) Beispiel:
214 minus 0,8 mal 54 = 170,8 Pmax |
| 3. Test: |
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15 bis 20 Minuten lockeres Warmlaufen. Dann dreimal ca. drei
Minuten so schnell wie möglich laufen mit Trabpausen von
jeweils einer Minute; Pulsmessung am Ende der letzten Belastung.
Beispiel: 176 Pmax Die absolute
Obergrenze habe ich dem Gefühl nach noch nicht erreicht!
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| 4. Wettkampftest: |
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Pulsfrequenz im harten Endspurt eines 3, 5 oder 10km Wettkampfes.
Beispiel: 175 Pmax s.o. |
Bei Trainingssteuerung mit Hilfe einer guten Herzfrequenz – Messgerätes
kann man sich seine individuelle Herzfrequenz – Trainingszone auch
„ausrechnen“ lassen; so z. B. die sog. OwnZone der modernen POLAR
Geräte. Die modernen POLAR Geräte der M – Serie sind zwar
etwas umständlich und aufwendig in der Gewöhnungszeit,
sie bieten aber auch sehr individuelle Einstellungs- wie auch Trainingsmöglichkeiten.
Berechnung/Ermittlung der richtigen Belastungsintensität
Maximalpulsmethode/Maximalpuls
Beispiel: Mann, 54 Jahre, Freizeitsportler |
Orientierungswert
für Beispiel m, 54...
(Trainingsziel: Fitness bzw. Ausdauerfähigkeit verbessern)
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Bewertung |
| 1. Hollmannsche Regel,
ohne Berücksichtigung der individuellen maximalen Pulsfrequenz |
Formel: 180 minus Lebensalter:
180 minus 54 = 126 |
sehr grobe Faustregel |
| 2. Methode 1 (s.o.): 220
– 54 = 166 |
70 bis 80% vom Maximalpuls:
166 x 70% = 116,2 Mittelwert:
124/125
166 x 80% = 132,8 |
sehr grobe Faustregel |
| 3. Methode 2 (s.o.): 214
– 0,8x54 = 170,8 |
170,8 x 70% = 119,6 Mittelwert:
128/129
170,8 x 80% = 136,6 |
auch grobe Faustregel, mit zunehmendem
Alter höherer Wert als bei Methode 1 |
| 4. Test des Maximalpulswertes:
176 |
176 x 70% = 123,2 Mittelwert:
132
176 x 80% = 140,8 |
Zuverlässiger Orientierungswert für fundiertes Training. |
| 5. Herzfrequenz – Trainingszone
ermittelt mit POLAR Modell M 62 |
131 – 151 Mittelwert:
141 |
Intensives Training; hoher, aber
nicht zu hoher Wert. |
Die ersten 3 Methoden zur Ermittlung der Trainingszone sind ungenau,
die im Beispiel ermittelten Orientierungswerte sind sehr tief und
eventuell sogar in diesem Fall unterhalb der für ein wirksames
Training notwendigen Balastungsintensität. Die vom POLAR Herzfrequenzmesser
vorgegebene Trainingszone bedeutet ein sehr intensives Training -
aber immer noch nach der Dauermethode; wenn ich den für die 4.
Methode durchgeführten Test des Maximalpulswertes Pmax wiederholen/optimieren
würde, würde ich sicherlich auf einen Maximalpuls von 178/180
kommen. Unter dieser Bedingung wäre dann die vom POLAR Gerät
ermittelte Obergrenze von 151 für meine Trainingszone ca 84%
meines Pmax. |
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