{"id":495,"date":"2011-05-22T13:28:16","date_gmt":"2011-05-22T11:28:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bergundtal.com\/?p=495"},"modified":"2015-08-16T13:18:17","modified_gmt":"2015-08-16T11:18:17","slug":"fitness-und-gesundheitssport-bedingungen-und-irrtumer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergundtal.com\/?p=495","title":{"rendered":"Fitness- und Gesundheitssport; Bedingungen und Irrt\u00fcmer"},"content":{"rendered":"<p>Unser K\u00f6rper ist extrem anpassungsf\u00e4hig, je st\u00e4rker ein Organ beansprucht wird, desto kr\u00e4ftiger wird es. Unterforderung l\u00e4\u00dft es jedoch verk\u00fcmmern. Solchem Leistungsverlust wirkt regelm\u00e4\u00dfiger Sport entgegen.<br \/>\nGesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Bin ich schon gesund, wenn ich nicht krank bin? Bin ich reich, wenn ich nicht arm bin oder gl\u00fccklich, wenn ich nicht traurig bin? Gesund ist man &#8211; laut Weltgesundheitsorganisation &#8211; dann, wenn ein Zustand k\u00f6rperlichen und auch sozialen und geistigen Wohlbefindens erreicht ist.<br \/>\nWir leben heute ziemlich stillgesetzt; Arbeit, Freizeit, t\u00e4gliche Besorgungen, alles passiert h\u00e4ufig im Sitzen, wir bewegen uns im Berufsleben und im Alltag zu wenig und h\u00e4ufig auch falsch. Nicht ohne Grund werden Herz-Kreislauf-Probleme, \u00dcbergewicht, zu hoher Blutdruck und viele degenerative orthop\u00e4dische Probleme auch als Zivilisationskrankheiten bezeichnet.<br \/>\nUnser Organismus &#8211; in erster Linie das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur des Haltungsapparates &#8211; ist im Prinzip auf regelm\u00e4\u00dfige Belastungen angewiesen. Bleibt die Belastung \u00fcber l\u00e4ngere Zeit aus, kommt es zu Degenerationen, moderate Belastungen st\u00e4rken dagegen unsere Organe. Dieses biologische Grundprinzip gilt auch f\u00fcr den passiven Bewegungsapparat, also die Gelenke und B\u00e4nder und auch den Knochenaufbau. Wenn z. B. Der Unterarm nach einem Bruch f\u00fcr 4 oder 6 Wochen eingegipst wird, kommt es in dieser Zeit zu einer R\u00fcckbildung der Unterarmmuskulatur, entsprechend werden Sehnen und B\u00e4nder infolge von Schonhaltungen schw\u00e4cher, Knorpelgewebe verliert an Elastizit\u00e4t, das Herz-Kreislauf-System ist nach langen Bewegungspausen nicht mehr so leistungsf\u00e4hig, wir japsen schon bei kleinen Anstrengungen.<br \/>\nSport kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit leisten; regelm\u00e4\u00dfige moderate Belastungen f\u00fcr Herz und Kreislauf und f\u00fcr R\u00fccken- Bauch- und Schultermuskulatur stehen hier im Mittelpunkt eines gesundheitsorientierten Fitnesstrainings, ebenso wichtig sind das Training der Beweglichkeit und Gelenkigkeit; selbst der Abbau von Knochensubstanz im Alter kann durch Bewegung und damit Belastung gebremst werden.<br \/>\nAllerdings kann man die Beziehung zwischen Sport und Gesundheit nicht auf die einfache Gleichung Sport = gesund reduzieren; Leistungssport ist h\u00e4ufig mit gesundheitlichen Risiken verbunden, sogenannte Sp\u00e4tsch\u00e4den infolge extremer sportlicher Belastungen werden in dieser einfachen Gleichsetzung ebenso nicht ber\u00fccksichtigt und auch im Freizeit- und Breitensport sind hohe Gelenkbelastungen infolge falscher Bewegungsausf\u00fchrung oder Fehlstellungen bei Gelenken nicht selten. Gesunder Sport ist also an diverse Bedingungen gekn\u00fcpft, f\u00fcr die es einige \u201egriffige\u201c Formeln gibt:<br \/>\n\u201eLaufen ohne zu schnaufen\u201c ; die von Prof. Hollmann formulierte Kurzformel f\u00fcr das richtige Tempo beim Joggen wurde vielfach variiert, im Kern geht es aber immer darum, dass \u00dcberlastungen vermieden werden sollen, das Tempo bzw. die Belastung so gew\u00e4hlt wird, dass man mindestens 20 Minuten durchh\u00e4lt, und das am besten 3 x in der Woche. Neben dieser Hollmannschen Regel gilt aber auch der Satz: \u201eOhne Schwei\u00df kein Preis\u201c. Die Belastung sollte auf jeden Fall so hoch sein, dass eine Pulsfrequenz von 180 \u2013 Alter in der Minute erreicht wird. Diese Bedingungen gelten f\u00fcr jede Ausdauerbelastung, mit der wir unser Herz-Kreislauf-System st\u00e4rken wollen.<br \/>\nSteter Reiz erh\u00e4lt die Kraft; das ist die Kurzformel f\u00fcr ein gesundheitsorientiertes Krafttraining. Die Skelettmuskulatur formt nicht nur die Figur, sondern hat auch wichtige St\u00fctzfunktionen und bewegt der K\u00f6rper koordiniert.F\u00fcr ihr Training brauchen wir viele Wiederholungen mit moderater Belastung und das in Zeitlupe. Die Belastung f\u00fcr die z. B. Schultermuskulatur ist dann richtig, wenn ich ein Theraband ungef\u00e4hr 20-mal vor der Brust auseinander ziehen kann ( die klassische Expander\u00fcbung ), mehr Wiederholungen m\u00fcssen dann aber schon sehr schwer fallen. Nach einer kurzen Pause geht dann noch ein zweiter und vielleicht auch noch dritter Durchgang. Auch ein solches Kraftttraining geht nicht in weniger Minuten, zumal wir ja auch viele verschiedene Muskeln haben, die durch unterschiedliche \u00dcbungen trainiert werden.<br \/>\nNeben diesen direkten k\u00f6rperlichen Auswirkungen regelm\u00e4\u00dfigen Sports gibt es auch einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stimmungslagen bzw. psychischer Disposition und Sport, \u201eSport ist gut f\u00fcr K\u00f6rper und Seele\u201c. Radfahren, Walking, Nordic Walking und Laufen z\u00e4hlen als wahre Stresskiller. Sportliche Bet\u00e4tigung dient nicht nur zum Stressabbau, sondern auch als pers\u00f6nlicher Stimmungsregulator. Wer k\u00f6rperlich aktiv ist, f\u00fchlt sich nach dem Training wohler und alles scheint harmonischer. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die so genannten Endorphine (Gl\u00fcckshormon), diese werden bei k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t ausgesch\u00fcttet; allerdings auch gilt der Grundsatz der moderaten Belastung, \u00dcberlastungen k\u00f6nnen schnell das Gegenteil bewirken.<br \/>\nNeben diesen Bedingungen f\u00fcr gesunden Sport gibt es aber auch eine Reihe von Irrt\u00fcmer, die sich im Bereich des Sports tummeln und erstaunlich lange halten: \u201eGelobt sei, was hart macht, Sport muss weh tun\u201c; \u00dcberlastungen sind sch\u00e4dlich\/kontraproduktiv, sie unterbrechen den Tarinings- bzw. Regenerationsrhythmus, schw\u00e4chen das Immunsystem. Schmerzen z. B. bei Belastung wie auch Dehnung sind Zeichen f\u00fcr \u00dcberlastung von Gelenken, B\u00e4ndern und Muskeln. Muskelkater ist ein Zeichen f\u00fcr ein ordentlich hartes Training; Muskelkater ist ein Zeichen f\u00fcr Mikroverletzungen in er Muskulatur als Folge von Fehl- oder \u00dcberlastung.Diese Verletzungen verhindern Trainingserfolge statt sie zu f\u00f6rdern. Durch Krafttraining werden Fettzellen in Muskelzellen umgewandelt; diese Legende taucht h\u00e4ufig in Zusammenhang mit sog. Problemzonen auf. Durch gezieltes Kraftraining werden bein entsprechender Belastungsintensit\u00e4t neue Muskelzellen gebildet, aber nicht durch eine Umwandlung, Fettzellen lassen sich letztendlich nur durch Ausdauerbelastunegn abbauen und dann auch nicht gezielt an einer bestimmten K\u00f6rperzone.<br \/>\nInsgesamt bietet Sport also eine Reihe von Vorteilen und Hilfen f\u00fcr die F\u00f6rderung und Erhaltung der Gesundheit; Sport ist gesund und in unserer zunehmenden Bewegungsarmut auch immer wichtiger als Gesundheitsfaktor. Der Gesundheitssport ist aber auch nicht ohne M\u00fche zu haben:<br \/>\nM\u00e4\u00dfig aber regelm\u00e4\u00dfig, ohne zu schnaufen aber doch kurz davor, stetige Wiederholung geht nicht in wenigen Minuten, Spa\u00df und Erlebnis sind nicht ausgeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser K\u00f6rper ist extrem anpassungsf\u00e4hig, je st\u00e4rker ein Organ beansprucht wird, desto kr\u00e4ftiger wird es. Unterforderung l\u00e4\u00dft es jedoch verk\u00fcmmern. Solchem Leistungsverlust wirkt regelm\u00e4\u00dfiger Sport entgegen. Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Bin ich schon gesund, wenn ich nicht krank bin? 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