MACH Ski – aus der Schweiz

Die großen Skifirmen bestimmen die Trends und damit den Markt, auf der diesjährigen ISPO im Februar 2019 präsentierten Head, Rossignol, Blizzard und Co ihre Ski für 2019/2020: Noch leichter, noch fehlerverzeihender und gleichzeitig noch präziser; Fischer und Head versprechen beispielsweise, dass die neuen Modelle dank spezieller Hightech-Materialien noch laufruhiger werden. Völkl sorgt durch den Materialmix dafür, dass die Allmountain-Bretter leichter werden und sich dabei noch akkurater fahren lassen. Hersteller Rossignol setzt in der neuen Kollektion auf einen Materialmix aus Carbon, Basaltgewebe und Glasfaser und garantiert damit einen idealen Halt, während Elan den leichtesten Damenski auf den Markt bringt.

Mach Ski auf der ISPO 2019

Neben diesen Trendsettern und Marktgrößen gibt es aber eine zunehmende Zahl von kleinen Anbietern, die exklusive, ganz spezielle oder auch sehr individuelle Ski anbieten. Es gibt z. B. handgemachte Holzski nach Mass (exklusic ski), Ski mit dünner Edelstahldecke (Volant), es gibt sog. Custom-Ski, die ich mir im Workshop selbst gestalten und bauen kann und es gibt auch einige kleine Anbieter sehr sportlicher Ski in klassischer Bauweise mit Holzlaminat-Kern + Allstabilisierung + starker Taillierung + Chamber-Bauweise – wie z. B. MACH – Ski.
Die kleine Schweizer Firma MACH entwickelt und produziert seit 2015 Ski und hat auf der diesjährigen ISPO eine interessante Kollektion sehr sportlicher Ski vorgestellt:

 

Zusammenkommen ist ein Anfang, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg. Als junges, ehrgeiziges Team entwickeln wir seit 2015 gemeinsam den Schweizer Ski Brand MACH. MACH SKI strebt stets nach Perfektion. Mit Leidenschaft und Ergeiz haben wir an unseren Skiern gearbeitet. Mit dem Ziel, uns zu verbessern und an den Erfolg der ersten zwei Jahre anzuknüpfen. Dieser Philosophie wollen wir einmal mehr gerecht werden: Auf diesen Winter hin haben wir unsere ganze Ski-Kollektion überarbeitet und erweitert. Unser Ziel ist es, Ihnen, den grösst möglichen Fahrspass zu ermöglichen.
Der grösste Feind der Qualität ist die Eile. Darum werden alle MACH SKI in aufwendiger Handarbeit von einer Manufaktur in den italienischen Alpen hergestellt. Durch die klassische Sandwichkonstruktion trägt jeder MACH SKI die Gene eines Weltcupskis in sich.“

Konstruktion:
1. Kratzfeste, gebürstete Polyamid-Oberfläche.
2. Hochfeste Aluminiumlegierung aus Titan und Zirconium, analog zur Flugzeugproduktion.
3. Querverleimter, mehrteiliger Holzkern (Esche/Pappel von Hess AG Schweiz).
4. Seitenwand aus Melaminharz und Phenol.
5. Leichte, mit Glasfasern verstärkte Kunststoffschicht (GFK).
6. Schwarzer, gesinterter Graphit-Rennbelag aus Polyethylen.
7. Stahlkanten mit Härte HRC 48-50 (von CDW Österreich).
„Mit unserem absoluten Qualitätsanspruch wird jeder MACH SKI aus den hochwertigsten Materialien gefertigt. Dabei bildet die Basis der mehrteilige, querverleimte Kern aus Schweizer Hölzern, unterstützt durch eine Schicht von Flugzeugaluminium und Fiberglas. Ein gesinterter Graphit-Rennbelag sorgt für Laufruhe und hohe Geschwindigkeiten …und reduziert auf das Wesentliche ist das Design schlicht und zeitlos modern.“ – So die Firmenphilosophie vom MACH, die schon durchaus anspruchsvoll, ehrgeizig und auch selbstbewußt ist.

Wir haben jetzt Mittel April 3 unterschiedliche Modelle des MACH – Ski Sortiments auf der Lauchernalp im Oberwallis getestet:

MACH RAPTOR RACE SKI in der letztjährigen Version
„Die Gene eines Weltcup-Skis“? Der Vergleich mit bzw. der Bezug auf Weltcup-Ski ist immer problematisch und unsere Meinung nach immer unpassend, Weltcup-Ski sind generell nicht für den normalen Skitag gebaut und geeignet! Bei dem letztjährigen Modell des RAPTOR ist (auch unter Berücksichtigung aller Problematik des Vergleichs mit Weltcup-Ski) von diesen Genen dann aber bis auf die Laufruhe in der „Evolution“ einiges verloren gegangen! Der Ski hat uns enttäuscht.
Direkter Kantengriff nach Belastungswechsel, aktive Unterstützung – Rebound – beim Belastungswechsel, saubere Schwungführung auf der Kante – die Stärken eines Race-Skis sind bei diesem Ski nicht besonders ausgeprägt; lediglich die Laufruhe ist überzeugend.
MACH hat mit der kompletten Überarbeitung dieses Skis zum Winter2019/2020 die unserer Meinung nach absolut richtige Entscheidung getroffen!

MACH RAPTOR RACE SKI in der neuen Version 2019/2020
Der neue RAPTOR hat eine deutlich breitere Schaufel und damit eine stärkere Taillierung bekommen, scheinbar auch eine etwas stärkere Titanleinlage und besitzt damit einen viel direkteren Zug in die Kurve, eine harmonische Kurvenführung auf der Kante und bei hohem Tempo und entsprechendem Druck einen satten Rebound beim Belastungswechsel – ein sehr sportlich zu fahrender Carver, mit dem man aber auch gedriftete Schwünge fahren kann; in jedem Fall aber immer mit technisch sauberem Belastungswechsel und mit guter Kniearbeit – Skifahren ist Kniefahren und der RAPTOR hat keine Rockerschaufel! Und auch der neue RAPTOR ist sehr laufruhig und hat eine hohe Torsionsstabilität; er ist damit auch bei hohem Tempo sehr kontrolliert zu fahren, andererseits aber auch bei niedrigem Tempo nicht mal eben so ganz locker zu drehen – der Ski fordert immer Konzentration und Technik, glänzt dann aber auch mit hoher Kurvenstabilität, gutem Kantengriff und großer Laufruhe; ein reiner Pistenski für eine offensive Fahrweise, für Spaß an hohen Kurvengeschwindigkeiten und schnelle Belastungswechsel. Der Ski hat uns überzeugt, ein hochsportlicher Ski, kein „easy-going-Modell, ein Ski, der die Versprechen seiner 56er Taillierung bei traditioneller Chamber-Bauweise hält.
56er Taillierung: Die Differenz zwischen Breite vorn und Breite in der Mitte = 56 mm; und das ist im Vergleich mit anderen sportlichen Ski ein absoluter Spitzenwert!

 Technische Spezifikation (laut MACH) :
Mehrschichtige Sandwichkonstruktion
Querverleimter, mehrteiliger Holzkern
Verstärkte Titanaleinlage
Ski-Art: Race Ski
Oberfläche: Kratzfestes, gebürstetes Polyamid
Aufbau: mehrschichtige Sandwichkonstruktion, querverleimter, mehrteiliger Holzkern, verstärkte Tintanal Einlage
Bindung: Tyrolia PRD12 mitTriflexplatte

Länge Taillierung mm  Radius m
153    123/67/104           10
160    123/67/104           11
165    123/67/104           12
170    123/67/104           13

 

MACH HUNTER FREE ALLMOUNTAIN
Der MACH HUNTER hat uns als Allmontainski voll überzeugt; ein für die Piste wie auch für das Gelände, also ein wirklicher Allmountainski – und das in jedem Fall auch für Spaß am Tempo! Auf der Piste profitiert er von seinem stabilen Aufbau und seiner guten 47er Taillierung, er ist laufruhig, torsionsstabil und führt gut auf der Kante durch die nicht ganz so enge Kurve. Seine leichter „Pistenrocker“ erleichtert spürbar die Schwungeinleitung, immerhin ist der Ski ja in der Schaufel satte 133 mm breit. Vor allen Dingen die üppige Mittelbreite von 86 mm macht den Kantenwechsel im Unterschied zum 67 mm schmalen RAPTOR etwas behäbiger; aber insgesamt lässt er sich sehr harmonisch mit mittleren und langen Kurven fahren – gecarvt und/oder gedriftet. Ein absolutes Highlight ist dieser Ski im Sulz! Ich kann ohne Rücksicht auf Sulzberge oder glatte Flächen oder tiefe Spuren anderer Skifahrer meinen Rhythmus und meine Radien fahren, und das auch bei hohem Tempo. Der Ski ist wie gemacht für Frühjahrssulz!
Und der Ski ist auch absolut top im Gelände; egal ob hart, Firn, Sulz oder Neuschnee (Tiefschnee hatten wir leider nicht), seine Breite + Rockerschaufel sorgen für Auftrieb, seine Stabilität sorgt für Druck und Führung: Der Ski schwimmt nicht auf dem Schnee, sondern er fährt seine Schwünge ohne einzutauchen ganz präzise und ohne Störung.
Klar, der Ski ist relativ schwer und breit, aber dafür ist er bei einem Grundpotential von Kraft und Technik ein erstaunlich vielseitiger und sehr guter Ski für alle Gelegenheiten.

Technische Spezifikation (laut MACH):
Mehrschichtige Sandwichkonstruktion
Querverleimter, mehrteiliger Holzkern
Einfache Titanaleinlage
Ski-Art: Free-allmountain
Oberfläche: Kratzfestes, gebürstetes Polyamid
Aufbau: mehrschichtige Sandwichkonstruktion, querverleimter, mehrteiliger Holzkern, einfache Tintanal Einlage
Bindung: Tyrolia PRD12 mitTriflexplate

Länge   Taillierung mm     Radius m
166        133/86/113            14
172        133/86/113            15
178        133/86/113            16
182        133/86/113            17   

Mach Ski hat aktuell insgesamt 6 verschiedene Modelle im Sortiment: Neben den von uns getesteten Modellen RAPTOR und HUNTER noch die Modelle
MACH BLACKDer neue MACH BLACK kombiniert Laufruhe und Tempo eines Riesenslalomskis mit der Wendigkeit eines Slalomskis. Dadurch entsteht ein aussergewöhnlich sportlicher Cross Ski mit erstklassigen Fahreigenschaften für jede Gegebenheit. Auch ein interssanter Ski mit einer 121/71/106 Taillierung; ohne Rocker mit viel Carving- und Tempopotential.
MACH WHITEEin
Cross Carver; der neue MACH WHITE mit seinem weicheren Flex wurde speziell für Damen entwickelt. Dabei ist er äusserst drehfreudig, stabil und laufruhig zugleich. Ob Kurzschwünge oder lange Turns, dieser Cross Carver bietet sportliche Performance in jeder Situation und auf jedem Terrain. Auch ein Ski mit einer 50er Taillierung, der weichere Flex wurde hier durch den Einbau von Carbon anstelle der Alulage erreicht.
MACH EAGLE
Allmountain Ski; Der neue MACH EAGLE kann in jedem Terrain und auf sämtlichen Schneearten optimal eingesetzt werden. Dieser äusserst sportliche Allmountain Ski mit gutem Flex und erstklassiger Stabilität fühlt sich sowohl auf, als auch neben der Piste zuhause. Für das Fahren neben der Piste ist dieser Ski mit einem Tip-Rocker ausgestattet.
MACH HORNET – Twin Tip; der MACH Hornet ist auf den Kickern und Rails der Freestyle Parks dieser Welt zu Hause. Dieser TwinTip-Ski bietet mit seinem high-performance Holzkern ein einzigartiges Gleichgewicht aus Präzision, Stabilität und Handling. Mit seinen Genen aus dem Weltcup ist er für jede Herausforderung gewappnet und bliebt der Herr der Lüfte und der König der Pipes.

Die Preisstruktur bei Mach Ski ist einfach: Alle Modelle bis auf den Parkski MACH HORNET und den Damenski MACH WHITE kosten mit Tyrolia Bindung 1600,- CHF, ohne Bindung 1250,- CHF,
die beiden anderen Modelle 1500,- bzw. 1150,- CHF.