Skifahren – sportlich, komfortabel und beschwerdefrei?
Antje Rávic Strubel schreibt in ihrer Gebrauchsanweisung fürs Skifahren (Piper Verlag München, 2016), „der Skilauf ist so etwas wie eine Ursportart, Ski sind das älteste Fortbewegungsmittel der Menschheit“.
Der Thüringer Turnlehrer Johann Christoph Friedrich Gutsmuths notierte 1795 in seinem Lehrbuch „Gymnasium für die Jugend“, dass „Skilaufen zweifellos eine gesunde Übung für die Jugend in müßigen Stunden“ sei. Und Fredtjof Nansen war schon 1888 der Meinung, „Skilaufen ist anderen Sportarten weit überlegen in seiner Förderung von Geistesgegenwart und Mut“.
Während es bei den „steinzeitlichen Skipionieren“ ( A. Rávic Streubel) und auch noch bei Gutsmuth und Nansen um die ursprüngliche Form des Skilaufens ging, wurde mit Beginn des 20.Jahrhunderts in der Freizeitwelt des alpine Skilaufs das Skifahren häufig mit Erlebnis, Mut und Gesundheit gleichgesetzt. „Skifahren ist nicht nur ein Sport, es ist eine Leidenschaft, die das Herz höher schlagen lässt und die Seele belebt.“ (Das Wintersport Magazin). Der Weiße Rausch (Filmtitel). „Schifoan is des Leiwandste, wos ma si nur vorstelln kann!“ (Wolfgang Ambros). Skifahren stärkt Herz, Muskeln und Koordination, fördert die mentale Gesundheit und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus (fitbook.de), steigert die Stimmung und setzt Glückshormone frei. Skifahren kann langfristig das Risiko für Depressionen oder kognitive Erkrankungen … senken. Die Kombination aus Naturerlebnis und körperlicher Aktivität sorgt für ein Gefühl von Freiheit und Zufriedenheit. (Snowplaza.de).
Die Auflistung der Vorteile, positiven Auswirkungen und Glücksmomente des Skifahrens lässt sich nahezu beliebig lang fortführen; aber an nicht so guten Tagen gehören auch kalte Füße, Druckstellen am Knöchel und am Schienbein …; mühsames An- und Ausziehen der Schischuhe; kalte Hände …; beschlagene Brille, schlechte Sicht bei bewölktem Himmel, … auch schon mal Knieschmerzen dazu; ganz abgesehen von den von den leider nicht ganz so seltenen Verletzungen ist der „weiße Rausch“ leider nicht immer ungetrübt.
Skifahren sportlich und komfortabel
Nicht zuletzt durch die immer größer werdende /Zahl der Senioren-Skifahrer/innen gibt es zunehmend Ski + Skistiefel + weiteres Equipment mit dem Etikett „Komfort/Bequemlichkeit“, wobei diese Entwicklung nicht unbedingt auf Kosten der Sportlichkeit gehen muss!
Sportliche Performanceski
laufruhig, , leicht zudrehen, sehr beweglich und mit starkem Kantengriff

Skischuhe
Bootfitting, Boa-Verschluss, neue Zentraleinsteiger, Skimulator


ski.mojo
Performance Ski – Komfortski
Performance Ski – sportlich, vielseitig und komfortabel Seit Jahren gibt es die Gruppe der Performance Ski; Ski, die laufruhig und mit starkem Kantendruck sportlich zu fahren sind, die aber auch leicht zu drehen und sehr „wendig“ sind. Wobei mittlerweile ja auch viele Sportski – Short Turn, Long Turn oder auch Multiturn Ski – mit einer leichten/kurzen Rockerschaufel ausgestattet sind und so zumindest in der Schwungeinleitung die Aggressivität früherer Sportski verloren haben.
Viele der aktuellen Sportski und eben die Performance Ski sind Ski, die mit einer „soliden Grundtechnik“ den ganzen Skitag lang und in unterschiedlichsten Schwungformen gemütlich oder schnell, kurz oder lang, gedriftet oder gecarvt gefahren werden können – Genuss und Komfort pur!
Skischuhe – Boot Fitting, Boa Verschluss, neue Zentraleinsteiger und Skimulator
Boot Fitting Zusätzlich zur Wahl der richtigen Größe ud Passform, des zur Fußbreite passenden Volumens/ der richtigen Leistenbreite und vielleicht auch noch der zur Wadenform passenden Manschettenweite und auch noch dem möglichen Austausch der Einlegesohle können bei modernen Skischuhen auch noch der Innenschuh oder die Außenschale durch Erhitzen, Ausbeulen oder Fräsen modifiziert werden, um Komfort und Kraftübertragung zu verbessern.
Diese individuelle Anpassung ist die Stärke eines guten Fachgeschäftes, beginnt mit einer Fundierten Vermessung und Analyse der Füße und vermeidet Druckstellen , verbessert die Kraftübertragung und erhöht damit Komfort und Skikontrolle, verbessert Fahrtechnik.
Boa Verschluss Wer aktuell einen neuen Skischuh kaufen will, steht früher oder später vor der Frage BOA Verschluss oder klassische Schnallen, einfacher Boa Verschluss am Fuß,+ Manschette mit 2 Schnallen oder Dual Boa?

Generell kann man sagen, dass der Boa Verschluss schneller/einfacher zu schließen und zu öffnen ist als der Schnallen-Verschluss, die Schnallen lassen sich individueller einzeln fest oder locker einstellen; und der Boa Verschluss sorg durch das durchgehende Stahlband für einen gleichmäßigen „Schluss“.
Boa Verschluss – komfortabel, schnell, gleichmäßig;
Schnallen Verschluss – etwas aufwendiger, nicht so bedienungsfreundlich, aber einzeln regulierbar.
Auf jeden Fall sorgfältig/ausführlich anprobieren und vergleichen. Bei dem Skischuh mit Boa Verschluss ist immer auch zu prüfen / zu testen, wie leicht oder schwer man in den Schuh kommt, lässt sich die Schale weit genug öffnen?
Mehr oder weniger Vorlage, unterschiedliche Leistenbreiten, Bootfitting, Austausch von Einlegesohlen –
beim Skischuh Kauf gilt auf jeden Fall: Probieren geht über Studieren!
Skimulator, die Skipiste im Fachhandel
Mit dem Skimulator gibt es ein interessantes Gerät, mit dem Neigung einer Skipiste + Kippbewegung der Skischuhe mit angezogenem Skischuh in einer Bindung simuliert werden können. Der Skimulator simuliert nicht nur das Gefälle einer Abfahrt oder, interessant für die Schaftbeweglichkeit von Tourenstiefeln, die Steilheit eines Anstiegs, er lässt auch z. B. in der Neigung einer roten Piste die Kniebewegung nach links und rechts zu – mehr „Trockentest“ für die Passform eines Skischuhs geht nicht.
Neue Zentraleinsteiger – Atomic NEXUS, Rossignol VIZION

Atomic NEXUS


Atomic bringt mit der neuen Nexus Linie einen Zentraleinsteiger auf den Markt, der hohen Komfort ohne Verzicht auf Performance betet. Die NexStep Konstruktion kombiniert eine leistungsorientierte Overlap-Bauweise im Vorfußbereich mit einer weit öffnenden Manschette im Fersenbereich – für kraftvolle Abfahrtsperformance und zugleich hohen Einstiegskomfort. Über den QuickFlip Hebel lässt sich die Manschette öffnen und schließen, ohne dass die individuell eingestellte Set-and-Forget Schnalle erneut angepasst werden muss.
Der neue Schuh ist z. B. in Frankreich schon im Handel

Z. B. ATOMIC Nexus 120 Boa /dunkel Schieferschwarz, Preise: 629,99 €
„Die Modelle basieren auf einem großzügigen 101 mm Leisten und richten sich an all jene, die auf der Piste und im Gelände Wert auf eine passgenaue, funktionale Ausstattung legen.
Spitzenmodell der Linie ist der Nexus 130 BOA – mit dem höchsten Flex der Serie und klarer Ausrichtung auf sportliche Fahrer:innen mit breiterem Fuß. Für optimale Passform sorgt das bidirektionale BOA® Fit System, das den Fuß gleichmäßig umfasst und eine präzise Kraftübertragung ermöglicht. Die anpassbare AFS Manschette mit herausnehmbarem Spoiler erlaubt eine Feinabstimmung des Volumens im Wadenbereich. Innen sorgt der Mimic Platinum Innenschuh für festen Halt und thermisch anpassbaren Komfort. Ergänzt wird die individuelle Abstimmung durch die Memory Fit Anpassung von Schale und Manschette im Fachhandel.“
Rossignol Vizion
Rossignols VIZION gibt es schon seid Herbst 2024, der weltweit erste High-Performance-Skischuh mit freihändigem Ein- und Ausstieg wie bei einem Hausschuh.
„Schlüpf in die Revolution und erlebe den einfachen Einstieg sowie die High-Performance-Revolution mit den Rossignol Vizion Skischuhen … entwickelt für Skifarer/innen, die optimalen Komfort und Kontrolle suchen. Das innovative Step-In-Design mit überlappenden Schalen ermöglicht dank des speziellen Spoiler- und Fersenmechanismus ein müheloses Hineinschlüpfen. VIZION, der weltweit erste High-Performance-Skischuh mit freihändigem Ein- und Ausstieg wie bei einem Hausschuh. Zu schön, um wahr zu sein? Mit Zauberei hat das nichts zu tun. Sondern mit Technologie.“
Herrenmodlle gibt es aktuell mit einem Flexwert von 100, 120 und 130, Damenmodelle mit Flex 80 und 90.
Z. B. Herrenmodell VIZION 4B PRO 120 MV GW, UVP 550,- €

ski-mojo – eine Erfindung, die Skitage verlängert, vor allem aber schmerzfrei macht.

Skifahren ist Kniefahren – und leider ist deshalb bei orthopädischen Schäden/Beeinträchtigungen im Kniegelenk häufig das Skivergnügen zumindest erheblich eingeschränkt; das Ski-mojo Gerät/Gestell ist hier eventuell eine große Hilfe.
Visierhelm – sicher, großes Sichtfeld, komfortabel
Visierhelme sind nicht nur für Brillenträger die optimale, praktische und komfortable Lösung; Helm + Brille „alles in einem“, eine bessere Rundum-Sicht durch ein breites Sichtfeld, weniger Beschlagen durch eine gute Belüftung, ein dichter Abschluss zwischen Helm und Scheibe.
Für Brillenträger kommt noch hinzu, dass das Visier genug Platz für die optische Brille lässt, die Belüftung auch der Brillengläser ist sehr gut, das Visier lässt sich leicht öffnen/schließen, ohne dass die optische Brille stört, und neue/aktuelle Visierhelme sind auch nicht schwerer als „normale“ Helme.
Aber auch bei Visierhelmen ist immer die entscheidende Frage, wie gut das Visier / die Scheibe bei schlechten Sichtverhältnissen ist. Klar, es gibt bei Skibrillen und natürlich auch bei Visierscheiben keine Zauberei, auch die beste Scheibe kann bei Nebel keine Konturen wie bei Sonne zaubern, aber der zum Wetter und zu den Sichtverhältnissen passende VLT Wert der Scheibe ist hier schon mal eine große Hilfe. Der VLT-Wert (Visible Light Transmission) beschreibt, wie viel Licht durch die Scheibe einer Brille gelassen wird. Ein hoher VLT Wert / ein hoher Prozentsatz bedeutet, dass viel Licht durch die Scheibe einer Brille scheint, bei niedrigem Wert wird hingegen wenig Licht durchgelassen.
Bei Skibrillen/Visierscheiben wird anstelle des VLT Wertes in der Regel der entsprechende S Wert angegeben.
VLT Wert, S Wert, Bedingungen/Wetter
3-8% S4 strahlende Sonne, reflektiereder Schnee
9-18% S3 Sonne. leicht bewölkt
19-43% S2 wolkig, wechselnde Bedingungen
44-80% S1 Schneefall, Nebel
81-100% S0 starker Schneefall, Flutlicht
Viele der aktuellen Skibrillen/Visierscheeben sind mittlerweile mit sog. Vario- Scheiben ausgestattet, die aber selten bis zu einem VLT Wert von über50% / S1 „aufhellen“, ganz selten bis über 80%.
VLT Wert – Lichtdurchlässigkeit, Sichtstärke – Der VLT-Wert (( (Visible Light Transmission) beschreibt, wie viel sichtbares Licht durch die Scheibe einer Skibrille gelassen wird. Ein höherer VLT- ert bedeutet, dass das Glas mehr Licht durchlässt, was besonders bei bewölkten oder dichten Lichtverhältnissen vorteilhaft ist. Ein niedrigerer VLT-Wert hingegen ist für sonnige Tage geeignet, um Blendungen zu minimieren. Bei Skibrillen/Visierscheiben wird anstelle des VLT Wertes in der Regel der entsprechende S Wert angegeben.
VLT Wert, S Wer, Bedingungen/Wetter
3-8%, S4, strahlende Sonne, reflektierender Schnee
9-18%, S3, Sonne. leicht bewölkt
19-43%, S2, wolkig, wechselnde Bedingungen
44-80%, S1, Schneefall, Nebel
81-100%, S0, starker Schneefall, Flutlicht
Viele der aktuellen Skibrillen/Visierscheiben sind mittlerweile mit sog. Vario- Scheiben ausgestattet, die aber selten bis zu einem VLT Wert von über50% / S1 „aufhellen“, ganz selten bis über 80%.
Brillen/Visierhelme mit magnetischem Scheiben Wechselsystem – Komfortabel sind hier Brillen / Visierhelme, die ein magnetisches Wechselsystem besitzen; die Scheibe ist mit kleinen Magneten ausgestattet, die sie fest am Rahmen halten, sie kann bei Bedarf durch eine kurze Zugbewegung einfach gelöst, gewechselt werden.
UVEX ULTIMATE HORIZON MIPS


UVEX ULTIMATE HORIZON MIPS , UVEY bringt zur kommenden Saison einen Visierhelm der neuen Generation: „Beim Uvex Ultimate Horizon MIPS trifft eine robuste Hybrid Helmkonstruktion auf ein magnetisches Wechselscheibenvisier mit uvex variomatic-Technologie. Weitere Highlights der Ausstattung sind die integrierte MIPS-Technologie, ein regulierbares Belüftungssystem und die Premium-Merino Innenausstattung.“
Den Helm wird es in 2 Ausstattungsvarianten geben.
MIPS – Die Abkürzung MIPS steht für Multi-Directional Impact Protection System.
„Der Helm ist mit einer zusätzliche gleitende Schale im eigentlichen Helm ausgestattet, welche nah am Kopf sitzt. Bei einem Schrägaufprall minimiert das MIPS-System die Krafteinwirkung, die beim abrupten Stopp der Rotationsbewegung auf den Schädel und das Gehirn einwirkt. Dies gelingt durch eine für die Schale eingerichtete Gleitspanne von 10 bis 15 Millimetern. Im Ergebnis senkt das MIPS-Gleitsystem die Verletzungsgefahr für Schädel und Gehirn im Falle eines Sturzes.„



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